Wie viel Nikotin steckt in deinem Liquid — und wie viel ist das in Zigaretten?

Die Stärke in mg/ml gibt an, wie viele Milligramm Nikotin in einem Milliliter Liquid stecken. Ein 2-ml-Pod mit 20 mg/ml enthält also rund 40 mg Nikotin. Der Vergleich mit Zigaretten hängt davon ab, was man vergleicht: Eine Zigarette enthält deutlich mehr Nikotin, als ein Rauchender tatsächlich aufnimmt, und wie viel Nikotin aus einer E-Zigarette bei dir ankommt, hängt vom Gerät, von der Liquid-Art und von deinem Zugverhalten ab. Dieser Rechner zeigt deshalb jede Vergleichsgrundlage einzeln statt einer einzelnen selbstbewussten Zahl.

Liquid-Art
Nikotin in diesem Pod
40 mg
20 mg/ml × 2 ml
Nikotin pro Tag
40 mg
20 mg/ml × 2 ml

Im Vergleich zu Zigaretten — drei Grundlagen

Im Vergleich zu Zigaretten — drei GrundlagenNikotin in diesem PodNikotin pro Tag
Nach Nikotingehalt
3.3 – 4 Zigaretten
40 mg ÷ 10 – 12 mg
3.3 – 4 Zigaretten
40 mg ÷ 10 – 12 mg
Nach aufgenommener Dosis
20 – 40 Zigaretten
40 mg ÷ 1 – 2 mg
20 – 40 Zigaretten
40 mg ÷ 1 – 2 mg
Nach Packungsangabe
20 Zigaretten
2 ml ÷ 2 ml × 20
20 Zigaretten
2 ml ÷ 2 ml × 20

Die Werte unterscheiden sich, weil sie Verschiedenes messen. Die Aufnahme hängt vom Gerät ab, von Nikotinsalz oder Freebase und vom Zugverhalten — eine einzelne Entsprechungszahl ist deshalb eine Werbekonvention, kein Messwert.

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Ein 2-ml-Pod mit 20 mg/ml enthält 2 × 20 = 40 mg Nikotin. Eine Zigarette enthält etwa 10–14 mg — nach Nikotingehalt entspricht der Pod also rund drei Zigaretten. Auf der Packung einer 600-Züge-Einweg-E-Zigarette steht dagegen üblicherweise „entspricht 20 Zigaretten“. Beide Angaben beschreiben denselben Pod.

Warum ausgerechnet 20 mg/ml?

20 mg/ml ist keine zufällige Zahl und auch keine Marketingentscheidung. Es ist die gesetzliche Obergrenze: Die EU-Tabakproduktrichtlinie begrenzt nikotinhaltige Liquids auf 20 mg/ml, Tanks auf 2 ml und Nachfüllflaschen auf 10 ml.

Deshalb liegen praktisch alle Einweg-E-Zigaretten in Deutschland genau bei diesem Wert. Wer danach sucht, wie viele Zigaretten 20 mg Nikotin entsprechen, sucht in Wahrheit nach dem Maximum — und bekommt es, weil es das Einzige ist, was verkauft wird.

Das erklärt auch, warum die Frage so häufig gestellt wird. Man kauft kein Produkt mit einer gewählten Stärke, sondern eines mit der zulässigen Höchststärke, und merkt erst später, dass man keine Vorstellung davon hat, wie viel das eigentlich ist.

Drei Vergleichsgrundlagen, die sich deutlich unterscheiden

Jede Seite, die diese Frage mit einer einzigen Zahl beantwortet, hat still und leise eine Grundlage gewählt und verschweigt welche. Es gibt mindestens drei, und sie liegen weit auseinander.

Die erste ist der Nikotingehalt: wie viel Nikotin im Liquid steckt, geteilt durch den Gehalt einer Zigarette. Das ist eine schlichte Division, und die Rechnung steht oben. Sie fällt am nüchternsten aus.

Die zweite ist die aufgenommene Dosis. Rauchende nehmen nur einen Bruchteil dessen auf, was eine Zigarette enthält — der Rest verbrennt oder geht im Nebenstromrauch verloren. Beim Dampfen gibt es keine Verbrennung, aber wie viel tatsächlich ankommt, schwankt stark mit dem Gerät, mit Nikotinsalz oder Freebase und damit, wie tief und wie oft gezogen wird. Genau dieser Anteil steht auf keiner Packung, und deshalb lässt sich ein Vergleich der aufgenommenen Dosis aus einem Etikett gar nicht ablesen.

Die dritte ist die Packungsangabe — die Gleichsetzung von 600 Zügen mit 20 Zigaretten. Sie beruht auf der Zahl der Züge, nicht auf einer gemessenen Dosis, und sie ist zwischen Marken nicht einheitlich. Sie gehört gelesen wie Werbung, nicht wie ein Messwert.

Nikotinsalz oder Freebase — und warum weniger mg/ml nicht automatisch weniger ist

Nikotinsalz und Freebase enthalten bei gleicher Angabe in mg/ml exakt gleich viel Nikotin. Unterschiedlich ist nur, wie der Dampf sich anfühlt.

Nikotinsalz ist bei hohen Stärken deutlich milder, weshalb Einweggeräte fast immer damit arbeiten — ein Freebase-Liquid mit 20 mg/ml wäre für die meisten schlicht zu kratzig. Die praktische Folge ist nicht chemischer, sondern verhaltensbezogener Natur: Vom milderen Dampf wird häufig mehr und öfter inhaliert, ohne dass es auffällt.

Deshalb bedeutet ein Wechsel auf eine niedrigere Stärke nicht automatisch, dass weniger Nikotin ankommt. Dieses Kompensationsverhalten ist aus der Rauchforschung gut belegt und wird auch von Dampfenden berichtet: Liefert jeder Zug weniger, ziehen viele einfach öfter. Ob eine Reduktion echt ist, zeigt sich erst, wenn man mitzählt, wie viel man tatsächlich konsumiert.

What this tool can't do

  • Der Rechner rechnet mit einer Etikettenangabe. Wie viel Nikotin du persönlich aufnimmst, kann er nicht sagen — das hängt vom Gerät und vom Zugverhalten ab und lässt sich so nicht messen.
  • Der Zigarettenvergleich ist eine Spanne mit drei verschiedenen Grundlagen, keine einzelne Entsprechung. Wer eine einzige Zahl nennt, hat eine Grundlage gewählt, ohne es dazuzusagen.
  • Er sagt nichts darüber aus, ob eine Abhängigkeit vorliegt oder wie schnell du reduzieren solltest. Das gehört in ein Gespräch mit Ärztin, Arzt, Apotheke oder einer Beratungsstelle zur Rauchentwöhnung.
  • Zu Nikotinersatzprodukten oder Medikamenten gibt der Rechner keine Dosierungsempfehlung.

Frequently asked questions

20 mg Nikotin entspricht wie vielen Zigaretten?
Das hängt vom Volumen und von der Vergleichsgrundlage ab. Ein 2-ml-Pod mit 20 mg/ml enthält 40 mg Nikotin; eine Zigarette enthält etwa 10–14 mg, nach Gehalt entspricht das also rund drei Zigaretten. Auf Einwegpackungen steht für denselben Pod häufig die Angabe von 20 Zigaretten — das ist eine auf Zügen beruhende Werbeangabe, keine gemessene Dosis. Beide Zahlen sind im Umlauf, deshalb zeigen wir die Grundlage, statt uns für eine zu entscheiden.
Warum haben fast alle Liquids in Deutschland 20 mg/ml?
Weil das die gesetzliche Obergrenze ist. Die EU-Tabakproduktrichtlinie begrenzt nikotinhaltige Liquids auf 20 mg/ml, Tanks auf 2 ml und Nachfüllflaschen auf 10 ml. Höhere Stärken sind in der EU nicht verkehrsfähig.
Wie viel Nikotin nehme ich pro Tag auf?
Multipliziere die Stärke in mg/ml mit den Millilitern, die du am Tag verbrauchst. Das ergibt das konsumierte Nikotin — nicht das aufgenommene, das niedriger ausfällt und je nach Gerät und Zugverhalten schwankt.
Ist Nikotinsalz stärker als Freebase?
Nein. Bei gleicher Angabe in mg/ml ist die Nikotinmenge identisch. Nikotinsalz ist bei hohen Stärken nur milder zu inhalieren, was in der Praxis oft dazu führt, dass mehr davon konsumiert wird.
Ist eine niedrigere Stärke automatisch harmloser?
Nicht automatisch. Weniger mg/ml bedeutet weniger Nikotin pro Milliliter, viele gleichen das aber durch häufigeres Dampfen aus, sodass die Gesamtmenge ähnlich bleibt. Ob eine Reduktion tatsächlich stattfindet, zeigt nur das Mitzählen des realen Konsums.
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Sources

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) — “rauchfrei — Informationen zu E-Zigaretten
  • Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) — “E-Zigaretten — Fakten zum Rauchen
  • Weltgesundheitsorganisation (WHO) — “Tobacco: E-cigarettes
  • Europäische Union — “Richtlinie 2014/40/EU über Tabakerzeugnisse

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